Unsere Mission:
Faires Lötzinn für alle

In jedem Elektronikprodukt, vom Handy bis zum Fernseher, steckt Zinn in Form von Lötzinn. Es wird gebraucht, um die verschiedenen Komponenten im Gerät miteinander zu verbinden. Dieses Zinn lässt sich zwar gut recyceln, aber der größte Teil des Zinns wird auch heute noch in Minen abgebaut. Das passiert oft in Entwicklungsländern unter großen menschlichen Gefahren und Umweltschäden.

Es ist soweit:
Das weltweit erste faire Lötzinn ist da!

Die Idee

Wenn man heute eine Rolle Lötdraht kauft, erfährt man wenig über die Herkunft der Rohstoffe. Man kann nur vermuten, dass ein großer Teil unter katastrophalen Bedingungen abgebaut wurde. Wir wollen dies ändern: Im Jahr 2015 möchten wir einen Lötdraht auf den Markt bringen, dessen Rohstoffe nachweislich aus dem Recycling stammen, und der ohne Ausbeutung von Menschen hergestellt wird.

Herangehensweise

Für unseren Lötdraht werden wir nur unter einwandfreien Bedingungen recyclete Metalle verwenden. Damit zeigen wir, dass es auch in der Elektronikindustrie vollkommen ausbeutungsfreie Produkte geben kann.

Umsetzung

Auf der Maker Faire Hannover 2014 war es eine Gruppe von fünf Aktiven im Bereich faire Elektronik, die das Ziel einer Initiative formulierte: faires Lötzinn aus Recyclingzinn als ersten Schritt!

Wir setzten eine online-Umfrage auf, um herauszufinden, ob auch Andere gerne eine faire Alternative beim Lötzinn hätten.
Es beteiligten sich letztendlich weit über 300 Personen an der Umfrage. Das Ergebnis war, dass fast alle Umfrageteilnehmer ein faires Lötzinn einem herkömmlich gewonnenem Zinn vorziehen würden.

Nach positiven Presseberichten beispielsweise bei heise online kam das Traditionsunternehmen Stannol, das seit 130 Jahren in Deutschland fertigt, auf Fairlötet zu. Sie erzählten uns, dass sie sich auch schon mit den Themen Nachhaltigkeit und faire Abbaubedingungen beschäftigt haben und sich daher für unser Vorhaben interessieren.

Wir hatten die Möglichkeit Stannols Produktion in Wuppertal zu besuchen. Nach gegenseitigem Vorstellen der Ideen zu einem fairen Lötdraht, starteten wir eine Kooperation mit dem Ziel eine kleine Charge möglichst ausbeutungsfrei produziertem Lötzinn auf den Markt zu bringen.

Bei der Kooperation liegt unsere Kompetenz bei den Kriterien einer fairen und nachhaltigen Produktion, Stannol bringt die Mittel und die Erfahrung bei der Produktion und Vermarktung von Lötdraht ein.

Für diese erste Charge Draht wird ausschließlich Zinn aus Sekundärrohstoff verwendet, damit haben wir unseren ersten Meilenstein erreicht. Wir vermeiden damit, dass für unseren Lötdraht neues Zinn ausbeuterischen Bedingungen und Zerstörung von einmaligen Naturräumen abgebaut wurde (mehr dazu s. Whitepaper).

Die bleifreie Legierung entspricht der ISO 9453:2006, den RoHS und ist lötspitzenschonend. Ein zusätzlicher Hinweis auf dem Rollenetikett erinnert an die richtige Belüftung während des Lötens (mehr zum Produkt s.Flyer).

Auf der Maker Faire im Oktober in Berlin konnten wir nun das gemeinsame Produkt HS10 FAIR dem Maker-Publikum vorstellen. Direkte Anwendung fand es in den Workshops, wo die faire Computermaus von Nager IT gelötet wurde.

Aktiv werden

Die Beste Möglichkeit um mitzumachen, ist es Vereinsmitglied zu werden. Schreibe uns eine Mail wenn Du Interesse hast.

Fragen & Antworten

Welche Eigenschaften wird das fairlötet-Lötzinn haben?

Wir werden einen Lötdraht anbieten, der sich für die Bedürfnisse von Bastlern und Firmen arbeitet.

Wann & Wo wird es das faire Lötzinn zu kaufen geben?

Ende des Jahres 2015.
In den nächsten Wochen werden wir hier auch die Vertriebskanäle bekannt geben.

Wer steht hinter fairlötet?

Wir sind im Moment ein sechsköpfiges Team:
Wir sind alle schon seit Längerem zu fairer Elektronik aktiv. Falls du mitarbeiten möchtest, schreibe uns eine Mail.

Ich finde eure Idee gut. Wie kann ich euch finanziell unterstützen?

Es wird sehr bald die Möglichkeit geben den Verein finanziell zu unterstützen. Wenn du bereits jetzt Spenden möchtetst, schreibe uns eine Mail.